Im Gespräch mit Janik Schenke, Geschäftsführer Schenke Delikatessen GmbH &  Co. KG

Seit 1934 betreibt die Nordrhein-westfälische Unternehmerfamilie Schenke erfolgreiche Lebensmittelmärkte und befindet sich mittlerweile in der 4. Generation. 

Janik Schenke, Geschäftsführer des Familienunternehmens gemeinsam mit Vater Reiner und Bruder Robin, spricht in diesem Interview über seine Visionen, Herausforderungen und deren Lösungen sowie die Zusammenarbeit mit Schweitzer. 

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Herr Schenke, seit 2010 sind Sie im Familienunternehmen tätig, seit 2019 als Geschäftsführer neben Ihrem Vater Reiner Schenke und seit 2021 auch mit Ihrem Bruder Robin Schenke.
Was sind Ihre Pläne für die Zukunft Ihres Unternehmens?

Unser Hauptziel ist es sicherlich, uns in allen Bereichen fortlaufend zu verbessern. Demnach haben wir in den letzten Jahren in den Sparten Vertrieb, IT und Personal viele neue Impulse gegeben und verwirklicht. Uns ist es sehr wichtig, nie den Blick für unser Personal zu verlieren. Glücklicherweise haben wir sehr gute Mitarbeiter in Führungspositionen, die wir noch stärker einbinden möchten in der Zukunft.

Eine der Zielsetzungen ist auch, weiterhin im Familienbund gut und erfolgreich zusammen zu arbeiten. Mein Bruder und ich sind im Familienunternehmen fest etabliert, unsere Eltern sind noch relativ jung und wirken auch noch mit. Dennoch ist der Generationenwechsel ein relevantes Thema für uns, das wir Stück für Stück auf nachhaltige Art und Weise vorantreiben. Meiner Meinung nach bekommen wir den Spagat zwischen Tradition und Weiterentwicklung gut hin. Wir sind uns dessen bewusst, was unsere Urgroßeltern und Großeltern an Gutem aufgebaut haben und führen dieses weiter in die nächste Generation. Unsere Kaffeerösterei, die Eigenherstellung von Salaten und anderer frischer Speisen sowie die Feinkostabteilung sind Aushängeschilder und Umsatztreiber in unseren Märkten.

In den letzten 3 Jahren haben wir zudem stark auf Expansion gesetzt und haben weitere Projekte auf dem Zettel für die Zukunft. Die Zusammenarbeit mit Schweitzer geht demnach definitiv weiter, denn der Erfolg dieser Partnerschaft spricht für sich.

Aktuell leiden viele Handelsunternehmen unter akutem Personalmangel. Wie begegnen Sie dieser Herausforderung?

Auch wir kennen dieses Problem und arbeiten hierfür mit Fachberatern zusammen, die uns bei den Themen Personalsuche und Weiterentwicklung unterstützen. Als Familienunternehmen sind wir ganz nah dran an unseren Mitarbeitern, sind für alle jederzeit ansprechbar und können so Sorgen und Probleme meist schnell und effizient lösen. Unsere Größe ermöglicht uns diesen direkten Draht zu unserem Personal, welches von nachhaltigen Entscheidungen profitiert. So bieten wir Fahrradleasing für Mitarbeiter und bezahlen die Mitgliedschaft fürs Fitness-Studio. Nachwuchskräfte wie auch Langzeitmitarbeiter werden kontinuierliche weitergebildet, viele Schulungen werden auch vom EDEKA-Verbund organisiert und bezahlt.

Welche Rolle spielt die zunehmende Digitalisierung im Handel in Ihrem Unternehmen?

Die Digitalisierung spielt in unserem Unternehmen eine sehr wichtige Rolle. Uns ist es ein Anliegen, dass unsere Märkte in jeder Hinsicht den heutigen Standards entsprechen, beginnend bei modernem und effizientem Ladenbau. All unsere Standorte sind mit volldigitalen Displays und Preisanzeigen,- sowie neuesten Waagen und Kassensystemen ausgestattet. Unsere Kunden erhalten in Kürze Handscanner, um die Produkte, falls gewünscht, über die EDEKA App zu scannen und am Checkout rasch und unkompliziert bezahlen zu können.

Ebenso wichtig ist uns unser Online-Auftritt, unsere Website, die kontinuierlich aktualisiert wird, sowie Aktionen und eine positive Präsenz in den sozialen Medien. Unsere Kunden bekommen das alles mit und schätzen unsere Bemühungen.

Mit dem langfristigen Ziel vor Augen, die Verwaltung vollkommen papierlos zu machen, haben wir 2023 auf ein neues Warenwirtschaftssystem umgestellt, das von der EDEKA vorangetrieben wurde. Wir sind aber auch eigenständig aktiv und haben unser eigenes kleines Warenwirtschaftssystem für unsere Produktion entwickelt, um den Ankauf von Waren von Seiten unserer Märkte über einen Webshop zu ermöglichen und Prozesse zu vereinfachen.

Ich persönlich bin intern für den Ladenbau und eine ansprechende Produktpräsentation zuständig. Für mich ist es grundlegend, eine Balance zu finden zwischen unserer Firmen DNA und dem Anspruch an digitalen Tools in unseren Märkten. So verwenden wir vergleichsweise wenige Monitore auf unseren Flächen. Unseren Kunden ist eine persönliche Ansprache sehr wichtig und deshalb erreichen wir mit, beispielsweise, handgeschriebenen Tafeln mehr als mit Flatscreens.

Der Supermarkt Edeka Schenke in Gütersloh ist das mittlerweile 3. Projekt, das Sie mit Schweitzer umgebaut bzw. neu konzipiert haben.
Was schätzen Sie an dieser Zusammenarbeit?

Wir haben nach dem Umbau des Stammhauses in Gütersloh ein enorm positives Feedback von Kunden und Mitarbeitern bekommen. So musste u.a. die gesamte Kühlung erneuert werden – unsere Fachverkäuferin in der Mopro-Abteilung meinte nach Fertigstellung, wie froh sie sei über die neue Abteilung. Das trägt natürlich auch zur Motivation der Mitarbeiter bei und spornt sie an, ihr Bestes zu geben.

Die Zusammenarbeit mit den Ladenbauern von Schweitzer ist total harmonisch. Ich freue mich immer auf die Termine mit meinen Ansprechpartnern, wir begegnen uns auf Augenhöhe und das mag ich. Da ich mich intern hauptsächlich um die Planung des Ladenbaus und die Sortimente kümmere, sind die Schweitzer Experten mit ihrer langjährigen Expertise die perfekten Partner. Es ist wichtig mit jemandem zusammenzuarbeiten, der Raum lässt für die Ideen des Kaufmanns, der seine Sprache versteht und das Gewünschte im passenden Stil umzusetzen weiß. Dies gelingt sehr gut, sowohl mit Schweitzer als auch mit den Designern von Interstore. Unsere Vorstellungen als Handelsunternehmen und die Ideen und Visionen von Schweitzer verschmelzen und führen so zu mehr als zufriedenstellenden Ergebnissen: kurz, es passt einfach.

Konnten Sie nach den Umbauten einen Umsatzanstieg verzeichnen?

Beim E-Center Rheda-Wiedenbrück handelte es sich um einen Neubau an einem neuen Standort mit starker Konkurrenz in derselben Zone. Trotz der schwierigen Voraussetzungen haben wir unsere Umsatzziele bis dato erreicht.

Generell dauert es heutzutage länger, um die Investition einer Erneuerung oder eines Umbaus zu amortisieren, aber dies liegt nicht am Markt, sondern am Gesamtwettbewerb. Man muss unheimlich gut sein, um die gewünschten Umsätze zu erzielen. Zu diesem Zweck setzen wir unter anderem auf anspruchsvollen Ladenbau. 

Im soeben renovierten Stammhaus in Gütersloh haben wir schon vor dem Umbau sehr gute Umsätze erreicht. Wir sind 100% überzeugt, dass auch dieser Markt seine Umsatzziele erreichen wird. Schon einen Monat nach der Eröffnung können wir eine positive Entwicklung erkennen.

Schweitzers Schwesterfirma, die Retail Design Agentur Interstore, übernimmt in allen Projekten in enger Absprache mit unseren Kunden die kreative Führung. Haben Sie sich in den Designprozess eingebunden gefühlt?

Auf jeden Fall. Die Designer und Planer von Interstore haben uns in alle Steps der Konzeptgestaltung miteingebunden. Wir entscheiden mit, ob es um Materialien geht, den Kundenfluss oder die passenden Farben. Die Kommunikation funktioniert sehr gut und das gemeinsame Entwickeln macht großen Spaß. Und wenn ich mal eine Visualisierung mehr brauchte, dann wurde sie auch geliefert. Sogar mitten in der Projektphase war es kein Problem Wünsche zu äußern, wie z.B. den Weinkeller in die Modernisierung miteinzubinden. Schnell und unkompliziert hat Interstore Ideen geliefert, die dann direkt umgesetzt wurden. Das ist schon etwas ganz Besonderes. Interstore hört zu, versteht unseren Geschmack und bringt dann Außergewöhnliches auf die Fläche. Wir sind ein gutes Team.