Im Gespräch mit Gesa Oetken, Leitung Einkauf & Vertrieb Inkoop

Die norddeutsche Unternehmerfamilie Oetken und das Design & Ladenbauunternehmen Schweitzer verbindet seit diversen Jahren eine vertrauensvolle Partnerschaft.

Gesa Oetken, Juniorchefin und Tochter des aktuellen Geschäftsführers Bernd Oetken, teilt in einem Gespräch ihre Visionen für die Inkoop Verbrauchermärkte GmbH.

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Frau Oetken, Sie sind seit 2019 Vertriebsleiterin und werden zukünftig den Geschäftsführer-Posten von Ihrem Vater übernehmen. 
Was sind Ihre Pläne für die Zukunft Ihres Unternehmens?

 

Mein Ziel ist es, in unserer Region der Lebensmittelpunkt für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu sein sowie die tägliche Anlaufstelle für alles, was mit guten und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu tun hat. Wir arbeiten kontinuierlich daran, uns zu verbessern und Vorreiter zu sein: im Ladenbau, bei der Optik der Läden und nicht zuletzt bei der Qualität und Tiefe der Sortimente.

Aktuell leiden viele Handelsunternehmen unter akutem Personalmangel. Wie begegnen Sie dieser Herausforderung?

 

In den letzten Monaten hat sich die Lage glücklicherweise etwas entschärft, aber auch wir spüren es immer mal wieder. Jedoch sind wir das ganze Jahr hindurch sehr aktiv im Recruiting und bilden die ganze Zeit neue Mitarbeiter aus, von der Pike auf. Die Suche nach fertig ausgebildeten Fachkräften ist definitiv schwierig, es lohnt sich daher, in die Ausbildung junger Menschen wie auch Quereinsteiger zu investieren.

Welche Rolle spielt die zunehmende Digitalisierung im Handel in Ihrem Unternehmen?

 

Die Kosten haben sich sehr intensiviert in den letzten zwei Jahren. Die Digitalisierung hat uns die Möglichkeit gegeben, Prozesse deutlich zu verschlanken und effizienter zu gestalten – sie spielt daher eine grundlegende Rolle in der Weiterentwicklung von Inkoop.

 

Bis dato hat Inkoop 6 Verbrauchermärkte mit dem Design & Ladenbauunternehmen Schweitzer umgebaut bzw. neu konzipiert.
Was schätzen Sie an dieser Zusammenarbeit?

Vom ersten Termin bis zur finalen Übergabe des Marktes können wir uns bei jedem Projekt auf die Expertise und Verfügbarkeit der Designer von Interstore und den Ladenbauern von Schweitzer verlassen. Die Tatsache, dass alle Leistungen aus einer Hand kommen, erleichtert und beschleunigt alle Arbeitsabläufe. Unsere Partner verstehen unsere Visionen und bereichern sie mit ihrer Erfahrung und ihren kreativen Ideen. Auch Änderungen mitten im Prozess sind kein Problem und werden rasch und effizient umgesetzt - diese Flexibilität stellt einen signifikanten Mehrwert für uns dar.

Konnten Sie nach dem Umbau einen Umsatzanstieg verzeichnen?

 

Wir haben bisher in allen umgebauten Geschäften einen Umsatzanstieg von mindestens 50% verzeichnet, die Flächen wurden aber auch erweitert und ein total neues Einkaufserlebnis entwickelt, das unsere Kunden bis dato immer positiv angesprochen hat. Vorher waren unsere Läden klein und dunkel mit flachen Decken, die Veränderungen nach einem Umbau sind enorm und auf jeden Fall lohnenswert.

 

Schweitzers Schwesterfirma, die Retail Design Agentur Interstore, übernimmt in allen Projekten in enger Absprache mit unseren Kunden die kreative Führung. Haben Sie sich in den Designprozess eingebunden fühlt?

 

Absolut. Die Zusammenarbeit hat sich bei jedem Projekt sehr angenehm gestaltet. Die Designer hatten immer ein offenes Ohr für unsere Wünsche und Vorstellungen. Am Ende zählte immer was wir wollen und wurde stets zu unserer vollen Zufriedenheit umgesetzt.